Warum wir keine Wahl haben Veränderungsprozesse zu gestalten.

Gestern saß ich in einer Runde von Unternehmern aus der Elektro Branche – “Elektro Talk” nennen wir das. Das Thema des gestrigen Abends war Marketing. Interessanter Weise war inhaltlich ein großer Teil davon bestimmt, dass für ein effizientes und kostengünstiges Marketing besonders wichtig ist, dass Führung und Organisation funktionieren – und dass die Professionalisierung des Marketings immer eine ganzheitliche Organisatorische Veränderung nach sich zieht.

Aber warum ist das so? Guiseppe di Lampedusa, ital. Schrifsteller hielt dazu folgendes fest: Wenn wir wollen, daß alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen, daß sich alles verändert., und hat damit vollkommen Recht. Mal angenommen im neuen Marketing ist es notwendig, dass einer Deiner Mitarbeiter einen Vortrag vor 50 Menschen hält zum Thema Sicherheitstechnik und Alarmanlagen dann bedeutet das konkrete Veränderungen:

  • Eigenes Rollenverständnis
  • Werte und Überzeugungen
  • Fähigkeiten
  • Zeitplanung
  • Mut

Wenn Du glaubst, dass Du diese Veränderungen einfach “kommandieren” kannst wirst Du keine befriedigenden Ergebnisse erwarten können. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, dass betroffene MitarbeiterInnen den SINN der Veränderung begreifen und sie damit emotional tragen können. Erst dann wird aus dem sinnlosen LEID der Veränderung HINGABE für etwas, das Wert und Bedeutung hat. Der zweite Faktor ist ZEIT. Mitarbeiter werden sich selbst bei gutem Willen nicht von HEUTE AUF MORGEN verändern. Schließlich brauchen sie ja auch Zeit um neue Fähigkeiten zu erlernen, zu integrieren und dann schließlich zu verinnerlichen.

Mit dem klassischen “Delegations”-Führungsstil: “Mach mal.” wirst Du hier kein Ergebnis bekommen, das Dich zufrieden stellt. Neue Verhaltensweisen für MitarbeiterInnen erfordern schrittweises Vorgehen:

  • Diktieren (Genau sagen was zu tun ist – in jedem Detail – und jedes Detail kontrollieren)
  • Trainieren (Den Mitarbeiter machen lassen aber jedes Detail kontrollieren und Feedback geben)
  • Sekundieren (Den Mitarbeiter machen lassen und Feedback geben)
  • Delegieren (Verantwortung übergeben und Ergebnisse kontrollieren)